Professionelles Datenhandling - von der Idee bis zum fertigen Ergebnis

PDF/X Druckvorstufe - der professionelle Standard

in den Bereichen Design, Offset- und Digitaldruck

Unter PDF/X werden verschiedene Normen der International Organization for Standardization zusammengefasst. Diese beschreiben die Eigenschaften von Druckvorlagen als PDF-Dateien, um die vorlagengetreue Übermittlung der Daten aus der Druckvorstufe zum eigentlichen Druck zu ermöglichen. So beschreibt PDF/X-1a die farbgetreue Wiedergabe im CMYK-Farbmodell, während PDF/X-3 dies auf den RGB-Farbraum erweitert.

Durch PDF/X wird eine Untermenge des Portable Document Formats (PDF) standardisiert, die den Anforderungen der Drucktechnik an die jeweilige Druckvorlage genügt. Es werden sowohl PDF-Elemente untersagt, die die Vorhersagbarkeit des Druckergebnisses beeinträchtigen können, als auch solche, die sich nicht sinnvoll drucken lassen (z B. Video und Audio). Zusätzlich werden präzise Angaben vorgeschrieben, die für die Druckerei notwendig sind, z. B. Beschnitt, Farbangaben und verwendete Schriften. Ziel der Normen ist, diverse Probleme beim Austausch von Dateien von DTP- und Grafikprogrammen mit der Druckerei zu vermeiden oder wenigstens zu minimieren.

Die Einhaltung der Anforderungen lässt sich während der gesamten Druckvorbereitung mittels des sogenannten Preflight überprüfen. Damit entspricht das Druckergebnis erheblich zuverlässiger dem gewünschten Layout. So bevorzugt der Medienstandard Druck PDF/X als Datenformat für Proofs, er basiert auf dem in in ISO 12647 verankerten Prozess Standard Offset (PSO).

Der PDF/X-Standard

Der PDF/X-Standard wurde entwickelt, um sicherzustellen, dass Grafikdesigndateien genau den Vorstellungen der Grafikdesigner entsprechend gedruckt werden können. Dieses Ziel scheint einfach erreichbar zu sein, stellt aber eine echte Herausforderung dar, da zwischen zwei oder mehr Produktionsaufgaben über eine Vielzahl von Plattformen, Betriebssystemen, Softwareanwendungen, Farbräumen, Schriftarten, Dateiformaten und Medien hinweg eine «blinde» Kommunikation stattfinden muss. (Blinde Kommunikation bedeutet, dass die Dateien so gründlich validiert wurden, dass der Druckdienstleister ihnen „blind“ vertrauen und sie problemlos entgegennehmen kann.) Zur Verwirklichung dieses Ziels wurde von mehreren Branchenorganisationen über viele Jahre hinweg der PDF/X-Standard entwickelt, der genau genommen aus mehreren einzelnen Standards besteht.

PDF/X ist eine Untergruppe der Adobe PDF-Spezifikation und wurde für den blinden Austausch druckfertiger Seiten entwickelt, da dieser Standard sich am besten für eine einheitliche Lieferung von für die Druckausgabe bestimmten Dateien eignet. PDF/X-1a und PDF/X-3 sind die gängigsten PDF/X-Formate; PDF/X-4 ist ein neuer Standard, der als CGATS- (Committee for Graphic Arts Technologies Standards) und ISO-Standard im Jahr 2007 ratifiziert wurde. Adobe Creative Suite 3 unterstützt alle genannten PDF/X-Standardformate.

Durch Verwendung von PDF/X-kompatiblen Dateien werden die häufigsten Fehler vermieden, die bei der Dateivorbereitung auftreten: nicht eingebettete Schriften, falsche Farbräume, fehlende Grafiken sowie Probleme mit Überdrucken und Überfüllen. Diese Probleme treten bei PDF/X-Dateien nicht auf, da bei diesen Standards definitionsgemäss alle Schriften eingebettet sind, geeignete PDF-Begrenzungsrahmen festgelegt wurden und Farben korrekt und konsistent definiert sind. PDF/X-kompatible Dateien müssen auch Informationen zur Beschreibung der Druckbedingungen enthalten, für die sie erstellt werden.

Beim Senden von PDF/X-kompatiblen Dateien werden Sie nicht zum Nachreichen fehlender Schriften oder Grafiken aufgefordert. Es besteht nicht mehr die Gefahr, dass beim Umwandeln von Bildern von RGB in CMYK auf Seiten des Druckdienstleisters Fehler auftreten. Ausserdem weiss der Druckdienstleister, ob die Datei ordnungsgemäss für die hochwertige Druckausgabe vorbereitet wurde.

Es gibt drei PDF/X-Varianten: PDF/X-1a, PDF/X-3 und PDF/X-4. In einigen Fällen liegt eine spezifische Variante in unterschiedlichen Versionen vor. Jede Variante hat einen spezifischen Nutzungsbereich, der von der Art der verwendeten Dateien und dem erforderlichen Workflow abhängt. Allen Varianten ist jedoch gemeinsam, dass mit PDF/X auf konsistente Weise eine „zuverlässige PDF-Datei für den Druck“ beschrieben wird. Wie bei allen Druckoptionen geht jedoch ein Teil dieser grösseren Kontrolle auf Kosten der Flexibilität.

mehr Infos auf der Herstellerseite
Packages entdecken

» Weiter im Thema: Technik - Print-Bereich

Bogen-Offsetdruck
Digitaldruck